Glossar

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  • Hämodilution

    Blutverdünnung. Vor Operation, um bei Blutverlust weniger Erythrozyten zu verlieren oder um Thrombosegefahr zu verringern.

  • Hegar-Stifte

    Metallstifte unterschiedlicher Stärke, werden verwendet bei Herzoperationen zur Prüfung von Klappendurchmessern.

  • Heparin

    Stoff, der die Blutgerinnung hemmt.

  • Herz-Lungen-Maschine

    In der offenen Herzchirurgie gebräuchliches Gerät, das vorübergehend die Herz- und Lungenfunktion übernehmen kann. Durch Absenken der Körpertemperatur auf ca. 18-30°Celsius (Hypothermie) wird der Sauerstoffbedarf - speziell von Herz und Hirn - reduziert.

  • Herzaufbau und -funktion

    Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Jede Herzhälfte ist in einen muskelschwächeren Vorhof (Atrium) und in eine muskelstärkere Herzkammer (Ventrikel) unterteilt. ...

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  • Herzblock

    Störung des Herzschlags infolge Störung im Reizleitungsystem mit der Folge einer verzögerten oder ausbleibenden Zusammenziehung der Herzkammern; AV-Block, Schenkelblock.

  • Herzfrequenz

    Zahl der Herzschläge pro Minute.

  • Herzgeräusche

    Entstehen, wenn der Blutfluss über einer unregelmäßigen Oberfläche oder einer Verengung eine kritische Geschwindigkeit überschreitet, z.B. bei Klappenstenosen oder Rückflussgeräusche bei undichten Herzklappen. Feststellen durch Abhören.

  • Herzhypertrophie

    Herzmuskelverdickung.

  • Herzinfarkt

    Myokardinfarkt

    Untergang von Herzmuskelgewebe infolge verminderter Blut- und damit Sauerstoffversorgung nach Verschluss der Herzkranzgefäße durch ein Gerinnsel (Thrombus).

  • Herzinsuffizienz

    Herzmuskelschwäche; Die Pumpfunktion des Herzens nimmt soweit ab, dass nicht mehr genügend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen gepumpt wird.

  • Herzkatheteruntersuchung

    Diagnoseverfahren, bei dem ein dünner Plastikschlauch (Katheter) in ein Arm- oder Beingefäß (meistens im Leistenbereich; Linksherzkatheter in Arterie, Rechtsherzkatheter in Vene) eingeführt wird. Zweck: Druckmessung in den Herzkammern, Kontrastmitteldarstellung der Herzkranzgefäße und Herzkammern, Messung der Sauerstoffsättigung.

  • Herzklappen

    Einwegventile am Ein- und Ausgang der rechten und linken Herzkammer.
    1. Trikuspidalklappe (zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer)
    2. Pulmonalklappe (zwischen rechter Herzkammer und Lungenschlagader)
    3. Mitralklappe (zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer)
    4. Aortenklappe (zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader)

  • Herzklappenfehler

    Undichtigkeit (=Insuffizienz) oder Verengung (=Stenose) einer Herzklappe; kann allmählich zu Herzinsuffizienz und Herzmuskelhypertrophie führen.

  • Herzklappenprothese

    Ersatz der eigenen Herzklappen:

    1. biologische Herzklappen (Schweineklappen oder Rinder-/ Patientenperikard)
    2. mechanische Klappen (aus Metall, Plastik oder Kohlenstofffasern)
    3. menschliche Klappen (von Verstorbenen (=Homograft)).

  • Herzkranzgefäße

    Koronararterien
    Blutgefäße, die den Herzmuskel kranzartig umgeben und über feine Gefäße mit Blut und Nährstoffen versorgen.

  • Herzminutenvolumen

    HMV

    Blutmenge, die pro Minute vom Herz gepumpt wird (drückt die Pumpleistung des Herzens aus). Normal: 5 - 6 Liter pro Minute beim Erwachsenen.

  • Herzoperation

    - geschlossene H.: Eingriff bei schlagendem Herzen, z. B. Verschluss eines Ductus arteriosus oder Anlage eines aortopulmonalen Shunts.
    - offene H.: Eingriff im Herzen selbst unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.

  • Herzrhythmusstörungen

    Abweichung vom normalen Rhythmus oder der Frequenz des Herzschlags. Unterscheidung zwischen tachykarden H. (=schnellen H.) und bradykarden H. (=langsamen H.).

  • Herzrhythmusstörungen

    Abweichung vom normalen Rhythmus oder der Frequenz des Herzschlags.

  • Herzschrittmacher

    Kleines, elektronisches Gerät, das Stromimpulse an das Herz abgibt und bei Herzrhythmusstörungen eine regelmäßige Anregung des Herzmuskels bewirkt; wird unter den Brustmuskel oder unter die Bauchhaut eingesetzt.

  • Herztöne

    Schallerscheinungen am Herzen, die durch die Bewegung der Herzklappen sowie durch Muskelanspannung entstehen.

  • Herztransplantation

    Das erkrankte Herz wird entfernt und durch das Organ eines verstorbenen Spenders ersetzt.

  • Heterograft

    Xenograft

    Klappentragende Gefäßprothese (Conduit) aus synthetischem Material (Dacron, Goretex), die eine Herzklappe aus Schweineaorta oder Rinder- und Schweineperikard enthält.

  • His-Bündel

    Teil des Reizleitungssystems im Herzen. Bündel von speziellen Muskelfasern, das den elektrischen Impuls vom AV-Knoten zu den Herzkammern fortleitet. Teilt sich an der Kammerscheidewand in den rechten und linken Tawara-Schenkel.

  • HLTx

    Herz-Lungen-Transplantation.

  • Hochfrequenzablation

    Ablation

  • Hohlvene

    Cava, Vena cava

    Das sauerstoffarme Blut wird von der obere Hohlvene aus dem oberen Körperbereich (Kopf, Arme, Brustorgane), von der unteren Hohlvene aus dem unteren Körperbereich (Beine, Eingeweide) in den rechten Vorhof geleitet.

  • holosystolisch

    Herzgeräusch, das während der gesamten Anspannungsphase (Systole) des Herzens zu hören ist.

  • Homograft

    Leichenklappe (Pulmonal- oder Aortenklappe). Wird meist zwischen einer Herzkammer und der Lungenschlagader eingesetzt.

  • HTx

    Herz-Transplantation

  • Hypothermie

    Untertemperatur; Künstliche H. in der Herzchirurgie.

  • Hypoxämie

    Herabsetzung des Sauerstoffgehaltes im arteriellen Blut.

  • Hypoxie

    Sauerstoffmangel, Sauerstoffnot. Geht oft einher mit Atemnot, Unruhe, Verwirrtheit, Tachykardie und Blutdruckanstieg.

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