Glossar

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  • Salven

    Bedrohliche Form von zusätzlichen Herzschlägen (Extrasystolen), Serien (4 und mehr).

  • Sauerstoffsättigung

    Anteil des sauerstoffgesättigten Hämoglobins am Gesamthämoglobin, Angabe in Prozent. Messung u.a. mittels Pulsoximeter.

  • Schenkelblock

    Rechts- oder Linksschenkelblock (RSB/LSB); Blockierung im rechten oder linken Schenkel des Reizleitungssystems. Die normale Erregung der Herzkammer ist gestört (im EKG erkennbar). Kompletter RSB meist als Komplikation einer Herzoperation. LSB als Ausdruck einer erheblichen Herzmuskelschädigung.

  • Schirmchen-Okklusion

    Spezielle Kathetertechnik, z. B. für Verschluss eines offenen Ductus, mittels eines Schirmchens, das mit einem Katheter durch das Herz zum Ductus gebracht und dort entfaltet wird.

  • Schlagvolumen

    Blutmenge, die das Herz bei jeder Zusammenziehung auswirft. Dient u.a. zur Berechnung des Herzminutenvolumens (HMV) = Herzschlag pro Minute x Schlagvolumen.

  • Sehnenfäden

    Aus Bindegewebe bestehende Fäden (quer durch die Herzkammer ziehend) zur fallschirmartigen Aufhängung der Segelklappen an den Papillarmuskeln.

  • Semilunarklappen

    Taschenklappen 1. Aortenklappe, 2. Pulmonalklappe. Beide bestehen aus je drei halbmondförmigen Taschenklappen.

  • Senning-Operation

    Funktionelle „Korrektur“ (Palliativ-Operation); Vorhofumkehr-Operation bei Transposition der großen Arterien (= TGA); wurde bis ca. 1990 anstelle der arteriellen Switch-Operation durchgeführt; siehe auch Mustard-Operation.

  • Septektomie

    Entfernung einer Scheidewand (= Septum), z. B. der Vorhofscheidewand.

  • Septierung

    Herstellung einer Scheidewand, z. B. zwischen beiden Vorhöfen bei fehlendem Septum.

  • Septum

    Scheidewand, z.B. zwischen den beiden Vorhöfen und zwischen den beiden Herzkammern.

  • Shone-Komplex

    Variabe Kombination von nachfolgenden Linksherzfehlern: Aortenisthmusstenose, Mitralstenose (fallschirmförmige Klappe) und (Sub-)aortenstenose.

  • Shuntvolumen

    Blutmenge, die über einen Shunt fließt.

  • Sick sinus-Syndrom

    engl.

    Langsame Herzrhythmusstörung aufgrund einer Fehlfunktion des Sinusknotens.

  • Sinus coronarius

    An der Herzhinterfläche an der Vorhof-Kammer-Grenze gelegene Sammelvene, die den größten Teil der Herzvenen aufnimmt und in den rechten Vorhof mündet.

  • Sinus Valsalvae

    Der unmittelbar nach der Aortenklappe folgende, etwas erweiterte Teil, der die Aortenwurzel bildet. Ursprungsort der Herzkranzgefäße.

  • Sinus-valsalvae-Aneurysma

    Durch eine Schwäche des Bindegewebes der Aortenwand entsteht eine Aussackung (Aneurysma), was zu einer Ruptur (= Riss) führen kann. Mögliche Folgen: Verengungen der Koronararterien, Aortenklappeninsuffizienz.

  • Sinus-venosus-Defekt

    Hoch gelegter Vorhofscheidewanddefekt, oft mit einer Fehlmündung der rechten oberen Lungenvene in den rechten (nicht linken) Vorhof.

  • Sinusknoten

    "Natürlicher Herzschrittmacher"

    Teil des Reizleitungssystems; liegt in der rechten Vorhofwand und löst über elektrische Impulse das Schlagen des Herzens aus.

  • Sinusknotendysfunktion

    Sick-Sinus-Syndrom.

  • Situs inversus

    Umkehrung der Lage von Organen (seitenverkehrt).

  • Spina bifida aperta

    Fehlbildung des Rückenmarks.

  • Spiroergometrie

    Messung der körperlichen Leistung (Ergometrie) unter gleichzeitiger Bestimmung des Atemzeitvolumens und des Sauerstoffverbrauchs.

  • Stenotisch

    Verengt.

  • Stent

    Maschendrahtartige Gefäßstütze, um z.B. nach einer Ballondilatation den geweiteten Verengungsbereich offenzuhalten.

  • Sternotomie

    Chirurgische Eröffnung des Brustkorbs durch Brustbeinlängsschnitt.

  • Sternum

    Brustbein

  • Stethoskop

    Instrument zum Abhören, z. B. von Herzgeräuschen.

  • Stimulationsfrequenz

    Häufigkeit der Reizung, z. B. durch einen Herzschrittmacher.

  • Streptokokken

    Bakterielle Krankheitskeime, z.B. Verursacher von Endokarditis.

  • Subaortenstenose

    Subvalvuläre Aortenstenose, Verengung unterhalb der Aortenklappe im linksventrikulären Ausflusstrakt.

  • Subclavian-flap-Technik

    Operationsverfahren (Säuglingsalter) bei Aortenisthmusstenose. Ein Arterienstück (arteria subclavia) wird als Erweiterungsflicken im verengten Abschnitt der Aorta verwendet.

  • Subpulmonalstenose

    Subvalvuläre Pulmonalstenose, d. h. Verengung unterhalb der Pulmonalklappe im Infundibulum.

  • Supraventricular

    Above the ventricle

  • Switch-Operation

    Siehe arterielle Switch-Operation.

  • Sympathikus

    Teil des vegetativen Nervensystems, der durch Reiz den Herzschlag erhöht (Einstellung auf kurzdauernde Maximalleistung).

  • Synkope

    Anfallsartige, kurze Bewusstlosigkeit, Ohnmacht. U.a. in Zusammenhang mit Herzfehler oder Herzrhythmusstörungen.

  • systemischer Kreislauf

    Großer, arterieller Blutkreislauf, Körperkreislauf.

  • Systole

    Phase der Herzmuskelanspannung (Zusammenziehen, Kontraktion des Herzmuskels); Blutauswurf, Entleerung des Herzens, das Blut wird dadurch in Lungenarterie und Aorta gepresst.

  • Systolischer Blutdruck

    Oberer Blutdruckwert z.B. 120/80 mmHg.

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